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Wildobst, gratis aber nicht umsonst

Vom Sommer bis in den Spätherbst sparen wir uns den Obsteinkauf, wir sind entweder im Garten oder von der Natur gut versorgt.

Denn Wildobst gibt es überall und hat nicht nur mehr Farb-, Duft und Aromastoffe als gezüchtete Sorten, es hat auch mehr sekundäre Pflanzenstoffe, die unter anderen verdauungsfördernd, entzündungshemmend blutdrucksenkend und antioxidativ wirken!

Es kostet nichts und  die Bewegung in der frischen Luft im Wald oder in den Windschutzgürteln fördert unsere Gesundheit.

Wildobst muss nicht gewaschen werden, das mindert nur das Aroma.

Es kann eingefroren, getrocknet, zu Marmelade oder Mus, als Essig oder Likör verarbeitet werden oder frisch gegessen werden.

Walderdbeeren:

sind schon im Juni reif und leicht im Waldboden zu finden mit ihrer roten Farbe.

Die Beeren schmecken nicht nur gut auch als Heilpflanze sind sie top!

Felsenbirnen:

Mein Marzipanersatz😉, von Juni bis September zu finden, entweder zu Mus  verarbeiten oder roh genießen.

Kriecherl:

Die Früchte  sind gelb, rot oder violett glänzend  von Juli bis August am Baum zu finden.

Jede Farbe schmeckt anders, ich esse sie gleich roh, aber sie sind auch in der Marmelade oder im Kompott ein Genuss.

Brombeere:

Die schwarzen süß sauren Beeren sind in fast jeden Wald von Juli bis Oktober  zu finden. Direkt vom Strauch zu naschen sind sie mir am Liebsten, kann als Mus, eingefroren und zu Marmelade verarbeitet werden.

Himbeeren:

Die rote Schwester am Waldrand: ein Genuss roh oder als Nachspeise, im Essig eingelegt, als Mus, eingefroren oder als Marmelade.

Dirndl:

Zwischen August und Oktober  werden sie dunkelrot, weich  und schmecken am besten als Marmelade, Kompott, Schnaps, Saft, Essig  oder direkt vom Baum naschen. Für den Wintertee trockne ich sie.

Mit Nüssen sind die getrockneten Dirndl außerdem ein gesunder Naschersatz!

Gojibeeren:

Zwischen August und Oktober leuchten die orangen Früchte vom Strauch.

Bekannt als getrocknetes Superfood, können sie auch gefroren, als Saft oder mit andern Beeren zu Marmelade verarbeitet werden

Sanddorn:

Unsere Zitrone👍, manchmal reifen die Beeren bis in den Dezember, vorsichtig mit einer Schere ernten.  Direkt vom Strauch oder als Sanddornsaft kalt verarbeiten damit das Vitamin C nicht verloren geht.

Hetscherl (Hagebutten):

Die Vitamin C Bombe, ab August reifen die Früchte, sie können aber bis in den Winter geerntet werden. Vorausgesetzt man ist schneller als die Vögel.

Ich nasche gerne die weichen direkt vom Strauch, einen Vorrat für den Winter trockne ich, mixe sie zu Pulver  im Revoblend und bewahre sei im Glas auf.

Auch Marmelade und Saft kann daraus gemacht werden, ist mir allerdings zu zeitaufwendig 😉

Holler:

Es gibt kaum einen Fleck ohne Holler Strauch, seinen schwarzen Beeren kündigen den Herbst an, denn sie sind ab September zur Ernte bereit.

Holler muss immer erhitzt werden da er sonst leicht giftig ist.

Hollerkoch frisch gekocht oder als Marmelade, Likör oder Gelee unterstützend für die Wintergesundheit.

Schlehe:

Im Spätherbst, wenn der erst Frost kommt,  ernte ich die dunkelblauen Beeren, denn durch den Frost werden die Gerbstoffe abgebaut. Jeden Tag 3 Beeren  roh decken den täglichen Vitamin C Bedarf.

Einen Teil friere ich ein und verwende sie als Eisbeeren 😊, den Rest  lasse ich trocknen als Tee.

Sie können auch eingelegt werden als regionale Alternative für Oliven, oder ganz traditionell mit Apfel zu Marmelade eingekocht werden. In Alkohol angesetzt wird Likör daraus.

Vogelbeere:

Die leuchtend orangen Früchte sind wie die Schlehen nach den ersten Frost reif, auch sie sollten kurz erhitzt werden da die Parasorbinsäure sonst zu Magenproblemen führen kann.

Kandidiert, in der Marmelade, als Kompott oder als Chutney (mit Kürbis, Ingwer, Chili und Zwetschken) ein Genuss!

Wildapfel:

Sauer macht ja lustig😉, ich verwende ihn als Pektin Zusatz beim Marmeladekochen oder für den Apfelessig und das Apfelmus.

Mispel+ Speierling:

Nach dem ersten Frost bis in den Dezember können die dunkelbraunen Früchte beider geerntet werden, da sie dann erst weich sind. Perfekt für Marmelademischungen, Gelee oder Likör.

Quitte:

Schon am Duft Ende Oktober ahnt man einen Quittenstrauch. Die Früchte vor der Verarbeitung ein wenig abreiben um die Haare zu entfernen.

Mit Apfel gemischt frisch zu Süßspeisen, als Marmelade, Gelee oder Saft ein Geschmackserlebnis. Quitten haben sehr viel Pektin, das beim Einkochen eine perfekte Hilfe ist.

Aber bitte immer nur so viel Wildobst sammeln wie man am selben Tag verarbeiten kann! Es wäre doch schade etwas entsorgen zu müssen, schließlich sollen viele in den Genuss des Gratis Obstes kommen, und auch die Tierwelt kann Wildobst gut gebrauchen!

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