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Totes Meer ?

Was die Lunge für unsere Atmung ist der Regenwald aber auch der Ozean für unseren Planeten.

Denn unsere Meere nehmen durch Algen und Plankton 4x so viel CO2 auf wie der Amazonas.

Wale sammeln ihr komplettes Leben Kohlenstoff im Körper, nach 70 Lebensjahren nimmt er 33 Tonnen Kohlendioxid auf und in seinen Tod mit. 85% des gesamten Sauerstoffes stammt von Phytoplankton. Selbst ein Baum schafft in dieser Zeit nur 1540 Kilogramm.

Die Schleppernetz Fischerei setzt jährlich allerdings eine Milliarde Tonnen CO2 frei und übertrifft sogar den Luftverkehr.

Jährlich werden dadurch 3,9 Milliarden Hektar Unterwasserwelt zerstört, umgerechnet über 4300 Fußballfelder pro Minute.

2050 werden so 90 % der Korallenriffe absterben.

70 % des Plastikabfalls im Ozean sind Fischernetze, 0,03 % Plastikstrohhalme.

Tausend von Meereslebewesen verfangen sich in den entsorgten Plastiknetzen und sterben, 300.000 Delfine, Robben, Wale, Haie, Schildkröten sind sogenannter Beifang (40%) und werden zwecklos getötet. 90 % der Raubfische wurden bereits reduziert.

Fische sind für viele Menschen die großen Unbekannten:

Fische empfinden, wie jedes Lebewesen Schmerzen (Sportfischerei ist für mich ein fragliches Hobby?)

Fische sind sehr soziale Lebewesen, sie kommunizieren miteinander, indem sie pfeifen oder plaudern. Auch reiben sie sich aneinander wie eine Katze an einen Menschenbein. Sie erkennen ihre Kollegen und arbeiten zusammen, wenn es um Verteidigung und Nahrungssuche geht. Manche verwenden Werkzeuge und bauen komplexe Nester für ihren Nachwuchs, um den sich manche Arten liebevoll kümmern.

In den riesigen Netzen werden viele Fische erdrückt, durch den hohen Druckunterschied beim Herausholen aus dem Meer platzen ihnen die Schwimmblasen und es drückt ihnen die Augen heraus.
Sie werden entweder lebendig aufgeschnitten und ausgenommen oder auf Eis gelegt, wo sie ersticken, nach einer Stunde zeigen sie noch Abwehrbewegungen.

Plattfische und Aale dürfen ohne Betäubung durch Abtrennen des Kopfes geschlachtet werden. In vielen Ländern ist eine Betäubung nicht vorgeschrieben.

In Fischfarmen sterben 50 % der in Unterwasserkäfigen lebenden Fische aufgrund diverser Krankheiten vor der Schlachtung. Die Chemikalien und Antibiotika zur Behandlung, die diese Tiere in Unmengen ausscheiden, werden so in die Umwelt freigesetzt und von Meereslebewesen sowie Säugetiere und Vögel aufgenommen.

Thunfische aus Aquakulturen z. B. werden durch Kopfschuss getötet, bei kleineren wird ein Stachel oder Stab ins Gehirn gestoßen, um dieses zu zerstören. (coring – spiking).

80 % der tierfreundlichen Labels wie MSC oder ähnliche verdienen ihr Geld mit Verteilen dieser Siegel.

Fische sind eines der am höchsten mit gesundheitsschädlichen Stoffen wie Quecksilber, Arsen, Dioxine, Blei, Polychlorierte Biphenyle belasteten Nahrungsmittel.

Für mich sind Fische einfach faszinierende, schutzbedürftige Lebewesen, ebenso wie die 24.000 in der Fischerei arbeitenden Menschen, die jährlich durch Zwangsarbeit und Sklaverei sterben.

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