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Tauschzentrale

In meiner Kindheit wurde Kleidung einfach weitergegeben.

Ich habe es gehasst, bei mir waren es meinen Cousinen, die mich versorgt haben, furchtbar war das als Kind für mich 😏

In Wien gab es außerdem die Tauschzentrale, da wurde dann die Kleidung ergänzt, die unbedingt notwendig war und gerade nicht weitergegen wurde, wie z. B. Schianzüge usw.

Mit meinem ersten selbst verdienten Geld war ich sofort einkaufen 😁 pure Freiheit und so ging das einige Jahre, ohne viel zu hinterfragen.

Als die Kleidung durch diverse neue Geschäfte immer billiger wurde, habe ich begonnen die Herkunft zu recherchieren und zu hinterfragen wieviel brauche ich wirklich.

Ein T-Shirt um 3 Euro braucht z. B. 2000 Liter Wasser. Irrsinn, oder? Und wie viele davon braucht man?

72 Millionen Kleidungsstücke, die noch nie getragen wurden befinden sich in Österreichs Kästen.

15 kg Bekleidung uns sonstige Textilien werden jährlich im Schnitt pro EU-Bürger eingekauft, das sind 391 kg/Person, 9 m3 Wasser, 400 m2 Landfläche: in Summe ein CO2 Abdruck von 270kg !!!

Das Recycling von Altkleidern ist ein großes ungelöstes Problem der Modebranche.

In zunehmenden Alter besitzt man irgendwann so gut wie jedes Kleidungstück. Jeder Trend war schon da und man hat seinen Stil gefunden, vieles hängt nur noch in der Garderobe.

Das war der Moment, wo ich auf minimalistische Kleidung umstellte, und beschloss so wenig wie möglich nachzukaufen, die Wegwerfgesellschaft nicht mehr zu unterstützen, zu hinterfragen!

Ich habe Saisonbeobachtung gemacht: Das heißt was in einer Jahreszeit nicht getragen wird, kommt weg.

Ich trenne mich sehr leicht und so war es keine Kunst auszumisten, als kleiner Monk hat mich die Ordnung natürlich angespornt 🤓

Wohin war schon eher ein Thema, nicht jede Altkleidersammelbox war für mich stimmig, nach einigen Recherchen ist meine Kleidung in die Gruft, Caritas (und ihre Mutter-Kind-Heime), Volkshilfe, Rotes Kreuz und in den Kost Nix Laden gewandert.

www.wohindamit.org ist eine großartige Seite um soziale Einrichtungen, die Sachspenden entgegen nehmen zu finden.

Wer Geduld hat und ein wenig verdienen möchte, kann natürlich auch verkaufen.

Mittlerweile kaufe ich nur noch Kleidung, die ich wirklich brauche, ich überlege lange ob es notwendig ist ein neues Teil anzuschaffen und wenn dann Second Hand.

Heute ohne Scham, jetzt macht es richtig Spaß individuelle Einzelstücke zu finden und zu wissen. ein wenig zu Ressourcen- und Kilmaschutz beitragen zu können.

Nicht extra Energie, Wasser und Rohstoffe zu verbrauchen, oder die Entsorgung von Kleiderbergen zu unterstützen, weniger Müll zu produzieren, einfach die Umwelt so zu schützen!

Tut mir und auch meiner Gesundheit einfach gut, denn mögliche Schadstoffe sind bei gebrauchter Kleidung schon herausgewaschen!

Mit meinem Geld möchte ich keinen Hersteller oder Händler mehr bezahlen, dessen Produktionsbedingungen und Geschäftspraktiken mir nicht zusagen, wie z. B. Kinderarbeit, Hungerlohn, schonungslose Arbeitszeiten und vieles mehr.

Online Second Hand Shops gibt es mittlerweile sehr viele wie z.B.:

babaem, vinted, mädchenflohmarkt, kleiderkorb, shpock, second life gashion, fashion 2.0, momox fashion, willhaben, ebay, flohmarkt, kleiderkereisel, bazar, secondra, carou,

es gibt auch online – Luxus Second Hand Shops für all jene, denen Marken wichtig sind: Gem, Rebelle, Vestiaire Collective

Der Nachteil ist allerdings der Versand, jede Zustellung verursacht 277 Gramm CO2 Emissionen sowie Verpackungsmüll.

Deshalb gehe ich lieber vor Ort in einen Second Hand Shop, MA48, Carla oder auf einen der vielen Flohmärkte.

Es ist ganz einfach, je länger Kleidung genützt wird:

desto weniger wird weggeworfen oder neu gekauft, desto weniger wachsen die Müllberge, desto weniger Missstände bei der Herstellung werden unterstützt.

Altkleiderrecycling ist kostengünstig und wichtig – sinnvolles Konsumieren allerdings noch viel besser!!!

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